Die Shagya-Araber-Rasse verdankt ihre Entstehung dem Bedürfnis der Habsburger nach einem zähen, ausdauernden, wendigen und dabei eleganten Pferdetyp für ihre Kavallerie. Zu diesem Zweck kreuzten sie edle ungarische Landstuten mit eigens importierten, ausgewählten arabischen Vollbluthengsten. Die Geburtsstunde der Shagya-Araber-Rasse fällt zusammen mit der Gründung des ungarischen Staatsgestütes Babolna, 1789. Shagya-Araber gehören also zu den wenigen Reinzuchtrassen der Welt. Ihre Entstehung erfolgte fast zeitgleich mit der Entstehung der englischen Vollblutrasse. Auch diese basiert auf arabischen Hengsten, wurde aber mit anderen züchterischen Zielsetzungen verfolgt. Shagya-Araber weisen alle positiven Merkmale
der Araber-Rasse auf, sie sind aber größer und haben stärkere
Knochen. In der Zuchtbuchordnung des VZAP wird der Shagya aber folgendermaßen
beschrieben: "Der Shagya-Araber soll im Erscheinungsbild eines
schönen, eleganten und harmonischen Reitpferdes stehen. Für
Hengste ist ein Stockmaß zwischen 1,54m und 1,60m als Zuchtziel
festgelegt, wobei geringe Über- und Untergrößen toleriert
werden können." Mit dem Untergang des Habsburger Reiches ging der Bestand der Shagya-Araber dramatisch zurück. In Deutschland begann man erst seit den fünfziger Jahren mit der Zucht. Heute gib es in Deutschland ca. 700 Pferde, weltweit werden ca. 4000 geschätzt. Ihr großes Potential beweisen Shagya-Araber,
wenn sie im Rahmen der Hengstleistungsprüfungen gegen Hengste der
Warmblutrassen antreten. Obwohl in der Minderzahl und durch ihre Größe
scheinbar unterlegen, landen sie oft auf vorderen Plätzen. In Warendorf
beendeten beispielsweise die Hengste Koyano und Puschkin als Sieger die
Hengstleistungsprüfung. Der Hengst Gazzir belegte beim Bundeschampionat
in Verden in der Geländeprüfung Klasse M den zehnten Platz.
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